Bildquelle: Clker-Free-Vector-Images

Was beim Fahren mit Anhänger zu beachten ist?

Ganz egal, ob es in einen längeren Urlaub geht oder ob Güter transportiert werden müssen. Wenn sich das Mieten einen Kleinlasters oder Lieferwagen nicht lohnt, stellt ein Anhänger die optimale Alternative dar. Die Auswahl ist groß, leider wissen längst nicht alle, was beim Führen eines Autos mit Anhänger zu beachten ist.So bestimmt zum Beispiel das Gewicht der Last, welcher Führerschein zum Bewegen der Last berechtigt. Zudem sollte man sich mit praktischen Tipps, wie Rückwärtsrangieren, Einparken, platzsparendem Beladen etc. vertraut machen. Fahren mit einem Anhänger ist kein Hexenwerk. Unvorbereitet kann es aber dennoch zu bösen Überraschungen kommen. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich vorab zu informieren.

Die ganze Familie möchte in ein Ferienhaus an den Gardasee fahren? Oder für den Hausbau wird eine stattliche Menge an Material benötigt? Dann empfiehlt sich unter bestimmten Voraussetzungen die Nutzung eines Anhängers. Aber Vorsicht: Die hierfür erforderliche Anhängerkupplung darf nicht einfach angebracht werden, sondern muss in Österreich auch in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Laut Österreichischem Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) benötigt man für die Eintragung folgende Unterlagen:
• Behördliches Antragsformular
• Fahrzeugtypenschein oder Einzelgenehmigung
• Bestätigung der Werkstatt über den fachgerechten Einbau
• Nachweis über die maximale Stützlast
• Nachweis über Eigengewicht der Anhängerkupplung(1)
Die Eintragung erfolgt in der für den Wohnort zuständigen Zulassungsbehörde.

Ausreichende Sicherung und Kennzeichnung der Ladung
Größe und Gewicht der Ladung entscheiden darüber, welcher Führerschein gebraucht wird. Unter bestimmten Voraussetzungen genügt ein „normaler“ Führerschein der Klasse B. Steigen Gewicht und Größe über einen bestimmten Wert, gibt es gesonderte Vorschriften. Aber auch über den Führerschein hinaus muss einiges beachtet werden. So muss bei jedem Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 750 kg an mindestens einen Unterlegkeil gedacht werden. Der ÖAMTC empfiehlt als Sicherheitsverbindungen entweder eine Reißleine oder eine Sicherungskette. Zudem macht der Automobilclub darauf aufmerksam, dass alle Anhänger, abgesehen von Wohnwagen, deutlich sichtbar einige Kennzeichnungen tragen müssen. Gut lesbar an der rechten Außenseite muss ersichtlich sein,
– wie schwer der Anhänger selbst ist (Eigengewicht),
– wie hoch das zulässige Gesamtgewicht ist,
– wo die höchste zulässige Nutzlast liegt,
– wie die höchst zulässigen Achslasten sind(1).

Tipps zum richtigen Beladen des Anhängers
Nicht nur das Gesamtgewicht ist für eine sichere Fahrt entscheidend, sondern auch die Art der Beladung. Hieraus ergibt sich die Lastverteilung, die das Fahrverhalten mitbestimmt. Die schwerste Last sollte sich über der Achse/den Achsen verteilt werden, um den Schwerpunkt richtig zu setzen. Zudem empfehlen Automobilclubs, die zulässige Stützlast zwar möglichst optimal auszunutzen, aber keinesfalls zu überschreiten. Ragt die Ladung über den hinteren Rand des Anhängers hinaus, muss diese deutlich sichtbar gekennzeichnet sein. Eine Empfehlung des deutschen ADAC, die aber auch in Österreich und vermutlich weltweit gilt: „Lasten auf Anhängern sind so zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können(2)“.

Quellenangabe
(1) ÖAMTC
(2) ADAC

 

Bildquelle: Clker-Free-Vector-Images / pixelio.de